Pilotprojekt: Kompetenzapotheke Rheuma
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Neu in Hannover
Aufbau von Indikationskompetenz bei rheumatischen Erkrankungen
in öffentlichen Apotheken
mmTeilnehmende Teilnehmende Apotheken
Hintergrund
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Die öffentliche Apotheke steht zunehmend im Wettbewerb mit anderen Anbietern von Arzneimitteln und Dienstleistungen. Hierzu zählen nicht nur die Versandapotheken sondern auch spezielle Gesundheitsdienstleister, wie z.B. medco-celesio, die nach amerikanischem Vorbild sogenannte „advanced clinical solutions“ in Deutschland anbieten wollen. Ziel ist es dabei, die Beratung und pharmazeutische Betreuung der Kunden aus den Apotheken auszulagern und zentral per Telephon durchzuführen. Dazu werden Apotheker indikationsspezifisch ausgebildet, die dann die Patienten telefonisch beraten können. Die erforderlichen Arzneimittel werden über einen Versandhandel verschickt. Zu medco-celesio gehören z.B. DocMorris und Europa-Apotheke.
Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Studie, dass in den Apotheken „Masse statt Klasse“ dominiert (Pharm Ztg 17. Feb. 2011). Auch findet unter den öffentlichen Apotheken untereinander kaum eine Abgrenzung statt. Für den Kunden ist es somit nicht erkennbar, welche Apotheke bei bestimmten Indikationen eine besondere Kompetenz besitzt. Das Ziel, die Apotheke stärker als Gesundheitsdienstleister zu positionieren findet sich auch in der geplanten Reform der Apothekenbetriebsordnung (Verbesserung der Beratungsqualität)
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Ziele des Projektes
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Das Pilotprojekt dient dazu, die Möglichkeiten der Apotheke bei der Beratung und Betreuung von Rheumapatienten weiterzuentwickeln, Probleme zu identifizieren und zu lösen, sowie die Kenntnisse des Apothekenteams zu häufigen rheumatischen Erkrankungen, deren Therapien und die Möglichkeiten der Selbstmedikation zu verbessern (Aufbau von Teamkompetenz). Indikationsschwerpunkte: Rheumatoide Arthritis, Arthrose, Fibromyalgie, Rückenschmerzen.
Auch sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie die Zusammenarbeit mit Ärzten und mit Selbsthilfeorganisationen vor Ort verbessert bzw. optimiert werden kann.
An dieser Stelle ist besonders die Kooperation mit der Rheuma-Liga Niedersachsen e. V. zu erwähnen. Sie ist eine Hilfs- und Selbsthilfegemeinschaft in Niedersachsen. Mit ihren 54.000 Mitgliedern ist sie bundesweit der mitgliederstärkste Verband innerhalb der Deutschen Rheuma-Liga. Durch den Kontakt zu den betroffenen Menschen – schon innerhalb des Projektes, soll eine möglichst große Praxisrelevanz hergestellt werden.
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Kennzahlen des Projektes
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Anzahl der Apotheken im Raum Hannover: ca. 30 Apotheken, mit fast 90 Mitarbeit/innen
Laufzeit des Projektes: November 2011 bis ca. Mai 2012.
Präsenzveranstaltungen: Auftaktveranstaltung, Intensivseminar, Workshops mit Schulungen, Abschlussveranstaltungen in regelmäßigen Abständen über ca. 7 Monate.
Fortbildungsinhalte: Pathophysiologie und Klinik von rheumatoider Arthritis, Arthrose, Rückenschmerzen und Fibromyalgie, leitlinienkonforme Therapien, Prävention und Behandlung von Nebenwirkungen, Möglichkeiten der Behandlung von funktionellen Störungen durch medikamentöse (Selbstmedikation) und nicht-medikamentöse Maßnahmen (Schlafhygiene, Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren, etc.). Wünsche der Teilnehmer nach speziellen Fortbildungsthemen werden soweit wie möglich berücksichtigt und sollen das Fortbildungskonzept zukünftig bedarfsorientiert erweitern.
Im Rahmen einer Aktionswoche werden die Bevölkerung und die Rheumapatienten über die spezielle Beratungskompetenz der teilnehmen Apotheken informiert. Neben der Information von Gesunden und Patienten sollen auch die Möglichkeiten der Früherkennung von rheumatoider Arthritis und Fibromyalgie sowie ein Risikocheck für Arthrose genutzt werden.
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Dozent
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Die Fortbildungen werden von Dr. med. Dietrich Göthel, Arzt und Apotheker, durchgeführt. Dr. Göthel hat die Zusatzbezeichnungen Naturheilverfahren und Homöopathie und leitet ein Auftragsforschungsinstitut in Bergisch Gladbach das schwerpunktmäßig mit medizinisch-wissenschaftlichen Fragestellungen zu Arzneimitteln oder Verfahren der konventionellen und komplementären Therapierichtung befasst ist. Dr. Göthel ist bereits als Referent für Heilen im Dialog gGmbH tätig.
Während der Laufzeit des Projektes haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen oder fachliche Probleme per E-Mail an den Dozenten zu richten. Diese werden kann kurzfristig beantwortet. Diese Fragen aus der Praxis werden erfasst, ausgewertet und die Antworten in den nachfolgenden Fortbildungen besprochen. Insgesamt sollen die hierbei identifizierten Themen bei Folgeprojekten in den Fortbildungsinhalten berücksichtigt werden.
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Sponsoren
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Das Projekt kann aufgrund des hohen Organisationsaufwandes und der Dauer nicht von den Teilnehmern selbst finanziert werden. Eine Finanzierung durch die Teilnehmer hätte auch das Risiko beinhaltet, dass finanzielle Überlegungen vor das Interesse an der Thematik gestellt werden. Daher wird das Pilotprojekt durch Sponsoren aus der pharmazeutischen Industrie und dem pharmazeutischen Großhandel finanziell unterstützt. Folgende Sponsoren konnten für das Projekt gewonnen werden: ANZAG AG (pharmazeutischer Großhandel), Beiersdorf AG, Rottapharm-Madaus GmbH, Steigerwald GmbH, Verla GmbH (pharmazeutische Industrie). Hierbei wurde vermieden, die Hersteller der „großen Rheumamittel“ anzusprechen.
Projektverantwortung
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Fortbildungsinhalte: Dr. med. Dietrich Göthel, pharmprofile GmbH, Bergisch Gladbach.
Projektorganisation: Jutta Bielick
Heilen im Dialog gGmbH, Markt 14 - 16, 29221 Celle
Telefon: 05141 – 1256, E-Mail: jutta.bielick@nahn-celle.de
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Seminar-Termine in Hannover
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26.11.2011 von 14.00 - 19.30 Uhr im Congress Centrum Hannover
25.01.2012 von 19.30 - 21.30 Uhr im Congress Centrum Hannover
29.02.2012 von 19.30 - 21.30 Uhr im Congress Centrum Hannover
Abschluss der Seminarreihe:
18.04.2012 von 19.30 - 21.30 Uhr im Congress Centrum Hannover
Aktionswoche Rheuma in Hannover vom 12.03. - 17.03.2012
